xScope 4

Nach nun mehr als 2 Jahren geht die Iconfactory mit einer brandneuen Version von xScope in die nächste Runde des Design-Tools. Mit mehr als 80 neuen Funktionen und Verbesserungen wird viel versprochen. Ob xScope 4 wirklich ein next generation Tool für Designer und Entwickler ist erfahrt ihr im Review.

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Wer sich vielleicht schon einmal die neue Webseite angeschaut hat wird gesehen haben, das xScope schon mit dem Icon auf die nächste Generation des Mac OS eingestimmt ist. Übrigens gefällt mir sehr, dass die Entwickler eine Option eingebaut haben, das Icon von Hell auf Dunkel zu setzen (leider funktioniert das dunkle Icon nur, wenn die App geöffnet ist). Auch die Benutzeroberfläche hat einen kleinen refresh bekommen. Zwar konnte ich keine gigantischen Unterschiede zur bisher aktuellen Version erkennen, jedoch meinten die Entwickler jene re-designed zu haben.😀

Neben verbesserter Performance verbessert die neue Version die Integration mit Photoshop. Aktiviert oder deaktiviert man nun xScope Tools bleibt das Photoshop Fenster nun aktiv.

Neue Funktionen

Text Tool

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Das neue Text Tool ist ein Mischung aus Powersuche, Textformatierer und Glypheninspektor. Es ist sehr umfangreich deshalb versuche ich nur die Hauptfunktionen anzuschneiden.😉

Das Tool ist unterteilt in die Texteingabe, die Zeichenvorschau und die Textausgabe. Auf der rechten Seite lässt sich wie gewöhnt eine art Inspektor ausklappen. Dieser zeigt für das ausgewählte Zeichen Layout Details (siehe Screenshot) für eine ausgewählte Schriftart an. Prinzipiell lassen sich alle Schriftarten auf dem Computer verwenden. Diese werden jedoch in den Einstellungen verwaltet, damit standardmäßig nicht alle angezeigt werden.

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Durch Doppelklick auf ein Zeichen kann hier in dem Ausklappfenster eine Art Favouritenliste erstellt werden, zum schnellen wieder verwenden von bestimmten Zeichen.

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Nun zur Texteingabe:
Diese fungiert sowohl als Suchfeld, als auch als Textumwandler. Hier lassen sich ganz normal Zeichen suchen. Entweder durch Eingabe eines Suchbegriffes wie „ampersand“ (Englisch für „&“) oder durch verwenden von speziellen Suchformaten (siehe Screenshot).
Das Eingabefeld, kann aber auch zur Dechiffrierung genutzt werden. Folgende Möglichkeiten sind einem dabei gegeben:

  • Any Unicode character
  • Any Unicode code point name (e.g. U+1F4A9)
  • Named, decimal and hexadecimal HTML entities (e.g. € or )
  • URL encoded data
  • UTF-32, UTF-16 and UTF-8 string constants (e.g. \uF8FF or \U0001f34e)
  • UTF-32, UTF-16 and UTF-8 hex dumps
  • NSData output from the debugger

So lässt sich beispielsweise aus diesem Text: ΤΗΕ quick brown U+1F43a 0x20,0x006a,0x75 0x6d 0x70 ed over the lazy U0001d4edu24dexe2x92xa2

Dieser Formatieren: ΤΗΕ quick brown 🐺 jumped over the lazy 𝓭ⓞ⒢

Über das untere Textfeld lässt sich dann der formatierte Text kopieren. Das Format selbst lässt sich dabei auch noch auswählen.

Weiterhin lassen sich über das Infofenster alle möglichen Informationen für einzelne Zeichen Anzeigen und auch ähnliche Zeichen.

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Overlay Tool

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Dieses Tools ist besonders geeignet für Webentwickler. Es erlaubt einem ein Overlay für den Display zu „erstellen“. Dieses Overlay Fenster lässt sich entweder frei auf dem Bildschirm platzieren oder sogar an ein Fenster heften. So folgt es auch diesem, wenn man es vergrößert/verkleinert oder verschiebt. Nun lassen sich für dieses Overlay Guides (bzw. Alignment Marks), ein Mockup Bild und/oder Grids einblenden. Diese liegen dann dem zufolge über dem aktiven Fenster.

Bildschirm 5
Die sogenannten Alignment Marks lassen sich frei verschieben und zeigen die Abstände zueinander und zum Rand an. Leider ist man hier auf die jeweils 2 vertikalen und horizontalen beschränkt und kann keine weiteren hinzufügen.
Fügt man ein Mockup Bild hinzu, wird dieses transparent zentriert angezeigt. Über einen Schieber lässt es sich auch vertikal verschieben. Sowohl transparenz, als auch Zoom lassen sich dabei frei einstellen. Für spezielle fälle lässt sich das Bild auch in einem „Rubylith“ Modus anzeigen. Dabei wird das Bild rot eingefärbt.
Für das Grid lassen sich verschiedene Presets Speichern und durch klicken aktivieren. So kann man z.B. die Anzahl der Spalten, Padding oder die Breite der Spalten anpassen. Durch die Breakpoints lässt sich einstellen, ab welcher Größe welches Grid geladen werden soll, beim vergrößern/verkleinern des Fensters.
Durch den Foto-Button im Fenster rechts oben lassen sich sogar komplette Webseiten abfotografieren. Dies funktioniert Momentan nur mit Safari und Google Chrome.

Zwar ist das Tool ausgelegt für Webentwicklung. Das anheften an Fenster funktioniert aber prinzipiell an jedem beliebigen Fenster. Nur eben der Screenshot funktioniert ausschließlich für die Browser.

Allgemeine Verbesserungen

Mirror

Das Mirror Tool erlaubt nun das streamen von Bildern via AirPlay auf eine Apple TV. Weiterhin besteht nun die Möglichkeit PSD Dokumente zu sperren, so das beim öffnen einer neuen Datei, die ursprüngliche Datei im Mirror bleibt. Acorn Nutzer werden sich zudem auch freuen können, denn das Acorn Dateiformat wird nun mit unterstützt.

Rulers

Bildschirm 4

Das Rulers Tool unterstützt nun bis zu zwei Lineale auf einem bzw. eben auch auf zwei Bildschirmen. Diese können entweder separat genutzt werden oder in Länge und/oder Winkel synchronisiert werden.

Screens

Bildschirm 3

Hier gibt den neuen „De-retinizer“ Modus zum runter rechnen der Auflösung. Natürlich wurden auch die Layouts (für Safari und die Tastatur) aktualisiert für iOS 7 und iOS 8.

Loupe

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Über das Menü lässt sich nun neben dem Ausgewählten Farbformat ein Referenz Format einblenden. So lässt sich z.B. das aktive Format (zum Kopieren) auf Web Hex stellen und das Referenz Format auf RGB.
Durch Button klick lässt sich neben einem Grid, den Guides auch das „Magnified Dimensions“ einblenden. Dieses funktioniert wie man es schon vom Dimensions Tool kennt, misst also die Abstände nur hier gezoomt. Den genauen Algorithmus konnte ich nicht nachvollziehen, da es teilweise sehr komisch reagiert.

Guides & Frames

Beide Tools haben nun neue Shortcuts zur Schnellauswahl, außerdem funktionieren die Tools jetzt auf jedem beliebigen Display (nicht nur auf dem linken oder rechten).
Bildschirm 2Bei den Frames gibt es nun die Option „Spacing Grid“ einzublenden. Dieses startet in der linken oberen Ecke und hat das festgelegte quadratische Raster von z.B. 10px oder 32px. Kopieren von Frames übernimmt nun auch alle Raster und Ratio Einstellungen.

Crosshair

Bildschirm

Das Crosshair Tool unterstützt nun „Auto Contrast“. Also je nach Hintergrund ist sind die Linien schwarz oder weiß. Komisch ist hier, dass zwar die Linien Wechseln, das Cursor Kreuz aber nicht.

Alles in allem ist die neue Version ein sehr gut gelungenes Update. Es wirkt neu und frisch und bietet einige neue Funktionen bzw. Verbesserungen. Zwar finde ich persönlich diese 2 neuen Tools und paar Verbesserungen ein bisschen zu teuer, wenn man bedenkt, das xScope 4 ein kostenpflichtiges Update ist. Jedoch wird man darauf nicht verzichten wollen, wenn man xScope intensiv nutzt. Schließlich ist es ein sehr geniales Tool, was jetzt noch etwas besser ist. Außerdem gibt es in den ersten Tagen ein „special launch prize“ für nur 22€ (50% Rabatt). Also wenn dann lieber schnell zuschlagen.😉

PREIS:
44,99€

ENTWICKLER:
The Iconfactory

SYSTEMVORAUSSETZUNGEN:
OS X 10.8 oder neuer, 64-Bit-Prozessor

MAC APP STORE LINK

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